Nürburgring (27.06. - 29.06.2014)

Der Nürburgring war für mich wieder einmal absolutes "Neuland". Trotzdem lief es im freien Training am Freitag mit Platz 8 recht gut, wenn man auch deutlich merkte, welche Fahrer die Rennstrecke bereits kannten.

Im ersten Qualifying am Samstag gelang es mir dann auf trockener Piste leider nicht, in allen Sektoren einer Runde schnell zu fahren und ich war letztlich nur 12. Dann kam, wie so oft in der Vulkaneifel, der Regen und an eine Verbesserung der Trainingszeit im zweiten Qualifying war nicht mehr zu denken. Aber auch das Regentraining hat mich weitergebracht. Hätte dieses Auswirkung auf die Trainingsplatzierung gehabt, wäre ich 7. gewesen. So aber ging es eben am Sonntag, bei weitestgehend abgetrockneter Strecke, von Startplatz 12 aus in das Rennen.

Der Start war wieder sehr gut, ich kam etwa als 6. in die erste Kurve, machte dann aber dort einen kleinen Fehler und fand mich Ende der ersten Runde auf Platz 11 wieder. Im Laufe des Rennens konnte ich mich dann noch vorbei am Belgier Michael Verbrugghe, dem Tschechen Petr Voslajer und Dennis Norick Stelzer bis auf Platz 8 vorarbeiten und kam mit "nur" 11 Sekunden Rückstand auf den Sieger (so nah war ich noch nie dran!) ins Ziel.

Der australische Gaststarter Lachlan Epis fiel überraschend eher durch mehrere Stürze auf und verabschiedete sich auch mit einem Solchen, auf Platz 16 liegend, aus dem Rennen. Das fahrerische Niveau im ADAC Junior Cup ist eben doch recht hoch. Auf dem Podest standen mit Lukas Tulovic, Pedro John und Tim Georgi verdient drei Fahrer der ADAC Stiftung Sport mit langer Mini-Bike-Erfahrung, was die Richtigkeit des ADAC-Konzepts unterstreicht. Die "Helden des Wochenendes" waren für mich aber doch die Mechaniker von Jirka Mrkyvka, die am Freitagvormittag einen neuen Rahmen kauften und bis zum freien Training am Nachmittag ein komplettes Motorrad aufbauten, was dann auch noch funktionierte (Jirka wurde im Rennen immerhin 12.).

In der Gesamtwertung konnte ich meinen 8. Platz halten, bin immer noch nach Punkten bester sächsischer Fahrer und freue mich nun natürlich auf mein "Heimrennen" am Sachsenring, wo ich bereits einige Runden trainiert habe. Wer Zeit und Lust hat:

"Kommt bitte hin und drückt mir die Daumen, ich kann es brauchen und verlasse mich auf Euch!“