Lausitzring (02.05. - 04.05.2014)

Es ist gerade mal drei Wochen her, dass ich zum Frühjahrstraining im italienischen Magione meine KTM RC 390 Cupmaschine erhalten habe und nun ist bereits das erste Rennen zum diesjährigen ADAC Junior Cup Geschichte. Aber der Reihe nach...

Bei den drei Trainingstagen in Magione war ich zwar mit einzelnen schnellen Rundenzeiten im ersten Drittel des Starterfeldes dabei, musste aber mangelnde Erfahrung auch mit fünf Stürzen bezahlen. Der Sprung vom 8 PS Mini-Bike mit ca. 75 kg Gewicht auf die 38 PS starke und ca. 135 kg schwere Cupmaschine ist doch recht groß gewesen. Um das angeschlagene Selbstvertrauen wieder aufzubauen, bin ich dann am vergangenen Wochenende noch einmal einen Tag auf dem Autodrom in Most trainieren gewesen und dort zumindest nicht wieder gestürzt.

Die Ankunft im Fahrerlager am Lausitzring war dann schon beeindruckend. Die großen Trucks der namhaften Teams, deren Hospitality..., das wirkte schon alles sehr professionell auf mich. An einigen Plätzen habe ich aber auch Fahrer gesehen, die weniger auf "Rosen gebettet" waren..., die IDM Superbike ist wohl (auch) eine "Zweiklassengesellschaft".

Witterungstechnisch war das freie Training am Freitag zum vergessen. Ich bin nur ganz langsam einige Runden gefahren, um die Strecke kennenzulernen. Einige andere Fahrer aus meiner Serie hatten bereits im Vorfeld mehrere Tage am Lausitzring trainiert oder kannten die Strecke aus dem Vorjahr. Das hat sich zum Qualifikationstraining am Samstag natürlich bemerkbar gemachen. Ich lerne aber relativ schnell und war mit der 12. Trainingszeit von Anfang an recht gut dabei. Im zweiten Qualifying sollte es noch besser laufen. Etwa bei Trainingshalbzeit lag ich auf Platz 6 als mich ein "Mitbewerber" völlig unnötig vom Motorrad gefahren hat. Also Training gelaufen - Maschine, Helm, Kombi... alles kaputt und knapp 2000 € Schaden. Dank der Mithilfe meines Trainers Ronny Heinrich, des technischen Kommissars Joachim Hahn und des Renndienstes um Michael Reif hat mein Vater in mehreren Stunden Reparaturzeit das Motorrad wieder grob startklar machen können... Tapeband spielte dabei eine wesentliche Rolle.

Am Sonntag war ich nun zu Allem entschlossen. Von Startplatz 10 aus ging es in das Rennen. Guter Start und nach einer halben Runde lag ich bereits auf Platz 5..., aber da war da wohl doch etwas zu viel Schwung. Ich musste ins Kiesbett, dann im Moto-Cross-Stil auf die nasse Wiese und war letztlich als 18. auf der Strecke zurück. Aufgeben gibt es nicht, also neuer Angriff! Letztlich hat es aber nur noch für Platz 13 (= bester sächsischer Fahrer!) gereicht und ich hoffe, dass ich das Vertrauen unserer Helfer und Sponsoren nicht völlig enttäuscht habe. An dieser Stelle vielen Dank an ALLE! Am Motopark in Oschersleben sollte es besser laufen!