Sachsenring (16.06. - 18.06.2017)

 
„90 Jahre Sachsenring" - ein Jubiläum, über das bereits im Vorfeld medial viel berichtet wurde. Dies zeigte Wirkung: von 45.000 Zuschauern war letztlich die Rede - zumal auch das Wetter (meist) mitspielte. Es gab ausführliche Berichte und Übertragungen in Funk und Fernsehen. Wann ist das im deutschen Motorsport schon noch der Fall?

Als Gastfahrer der DMV-Zweitakt-Trophy durften auch wir dabei sein. Wir hatten in der Klasse Division 1 genannt. Hier gingen 51 Fahrer auf neueren Rennmaschinen von 125 ccm bis 500 ccm gemeinsam an den Start.

Am Freitagvormittag fand für unsere Klasse zunächst ein freies Training statt. Adrian war sofort schnell unterwegs... zu schnell, wie sich bald zeigte. Auf einer noch etwas feuchten Stelle in der ersten Kurve nach "Start und Ziel" klappte das Vorderrad ein und er ging zu Boden. Adrian selbst kam dabei glücklicherweise mit einigen Prellungen im Schulterbereich davon. Das Motorrad war aber ziemlich angeschlagen, was viel Arbeit für das Team um unseren Mechaniker Ilko Neubert bedeutete, um die Maschine bis zum Zeittraining am Nachmittag wieder einsatzfähig zu bekommen. Für "Kosmetik" an der Verkleidung blieb dabei keine Zeit. Im Zeittraining lief es dann besser. Mit Platz 4 insgesamt und der zweitschnellsten Zeit bei den 125ern war Adrian gut dabei.

Am späten Samstagnachmittag folgte dann das erste Rennen. Adrians Schulter hatte wohl doch etwas mehr abbekommen. Unter Schmerzen kroch er in seine Kombi. Der Start war schlecht. Auf Platz 9 kam er aus der ersten Runde. Im Laufe des Rennens ging es aber voran und es entwickelte sich ein Dreikampf zwischen Sirko Wache (KTM FRR 125), Uwe Elstner (Yamaha TZ 400) und Adrian. Letztlich ging Adrian vor diesen Beiden, aber hinter Patrick Unger (Aprilia RSW 125), Ron Schönfelder (Ronax 500) und dem Dänen Kenny Matthiesen (Yamaha TZ 250), als (undankbarer) Vierter insgesamt über die Ziellinie. Dies bedeutete Platz 2 bei den 125ern.

Am Sonntagvormittag ging es zum zweiten Wertungslauf. Die Maschine des klaren Favoriten Patrick Unger streikte bereits in der Einführungsrunde. Da das Rennen dann aber wegen eines Sturzes in der ersten Runde zunächst abgebrochen werden musste, konnte er letztlich auf seiner "Ersatzmaschine", einer Derbi 125, die kein Geringerer als Mark Marques im Team von Aki Ajo in der WM eingesetzt hatte, doch noch an den Start gehen. Diesmal gelang Adrian der Start besser. Auf Platz 4 kam er aus der ersten Runde. Mit viel Einsatz, aber auch fahrerischem Können, kämpfte er sich bis auf Platz 2 nach vorn, was dem Streckensprecher sogar den Kommentar "Dieser Fahrer wäre WM-tauglich!" abnötigte. In der "Queckenbergkurve" konnte er in der letzten Runde Platz 2 noch behaupten, wurde auf dem leichten Bergaufstück vor "Start und Ziel" aber dann doch noch von Mario Lindner (Honda RS 250) abgefangen und kam knapp auf Platz 3 insgesamt hinter diesem und dem Sieger Ron Schönfelder ins Ziel. Unzufrieden war Adrian aber nicht, hatte er doch sein Ziel, eine neue persönliche Rundenbestzeit unter 1:36,00 min. zu fahren, mit 1:35,71 min (= ca. 134 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit!) erreicht und auch die Wertung der 125er Fahrer vor Steffen Grämer und Sirko Wache gewonnen.

Vielen Dank an dieser Stelle an Jens Kaiser, der auch diesen Bericht zeitnah den Medien präsentieren wird und an Friedemann Dommenz, der sicher wieder einige schöne Fotos dazu beisteuert.

Unser nächster Einsatz wird in drei Wochen in Assen sein. Bleibt uns bitte weiter gewogen!